Vor 81 Jahren erlebte die Menschheit am 8. und 9. Mai 1945 die endgültige militärische Zerschlagung des
deutschen Faschismus. Diese Daten markieren den Sieg über das menschenverachtende Regime des HitlerFaschismus.
In ganz Europa wurden die Verfolgten des Naziregimes, Juden, Sinti und Roma, behinderte Menschen, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und viele andere Menschen befreit. Deshalb: Der 8. Mai muss ein gesetzlicher Feiertag werden!
Es waren die Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen in allen besetzten Ländern, deutsche
Antifaschist*innen, Pazifist*innen, Christen, Kommunisten, Sozialdemokraten, die illegal in Deutschland für die
Befreiung ihres eigenen Landes kämpften. Dabei waren viele Jugendliche und Deserteure aus der Wehrmacht,
die Gefängnis und KZ riskierten. Wir erinnern an all diejenigen Frauen und Männer, die – oftmals unter Einsatz
ihres Lebens – die Befreiung ermöglicht haben.
Der 8. Mai 1945 markiert den Beginn einer neuen Politik in den internationalen Beziehungen. Die
Gemeinsamkeit des Handelns aller Nazigegner schuf die Basis für die Gründung der Vereinten Nationen unter
der gemeinsamen Losung aller Antifaschist*innen: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“
Das Grundgesetz der Bundesrepublik hat ein antifaschistisches Friedensgebot, das ein Wiedererstarken
neofaschistischer Parteien untersagt und ein Verbot der AfD möglich machen könnte.
Es verpflichtet zur friedlichen Beilegung von Konflikten, was angesichts der Möglichkeit der militärischen
Vernichtung der Menschheit gerade heute notwendiger ist denn je.
Angesichts der aktuellen, sehr ernsten internationalen Krise ist die Wiederaufnahme von Verhandlungen und die
Initiierung von Vereinbarungen für ein neues kollektives Sicherheitssystem erforderlich. „Die Waffen nieder!“ ist
das Gebot der Stunde.
Die Befreiung bleibt die Grundlage für die Vision einer „neuen Welt des Friedens und der Freiheit“, wie es die
Häftlinge des KZ Buchenwald formulierten.
Veranstaltungsort: Zeughaus/Haus der Kulturen (23552 Lübeck)
Parade 12
23552 Lübeck
