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Die Linke Lübeck: Lübecker Mieter:innen können nicht auf die Unterstützung der Verwaltung hoffen

Die Antwort auf die Anfrage zur Wohnsituation im Wohnkomplex in der Lübecker Klipperstraße klingt wie Hohn: Von drei Fahrstühlen funktioniert einer gar nicht, ein zweiter ist nicht vom TÜV abgenommen, die Laubengänge weisen Schimmelbefall auf, leere Wohnungen machen den Sanierungsstau deutlich, es fehlen Schutzscheiben an den Rauchabzugsmeldern. Letzteres spielt keine Rolle weil Rauchabzugsfenster und -klappen inzwischen bereits dauerhaft geöffnet sind.

Fazit der Begehung im Juni durch das Ordnungsamt: sauberes und gepflegtes Wohnumfeld, die Mülleimer auf dem Spielplatz werden geleert. Es gibt kein Indiz für ein Erfordernis ordnungsrechtlich auf Basis des Wohnraumschutzgesetzes einschreiten zu müssen.

Das sieht Die Linke in Lübeck anders und zwar grundlegend.

„Bei der Begehung wurden die offensichtlichen Mängel gar nicht wahrgenommen. Wir haben im Juli gemeinsam mit den Mietern über 2 Tonnen Sperrmüll aus den Treppenhäusern geholt und entsorgt. An regnerischen Tagen laufen die Treppenhäuser so voll, dass es bis in die Keller läuft, kein einziger Lichtschalter im Treppenhaus ist unbeschädigt, überall lauert die Gefahr in die dahinterliegenden Kabel zu greifen“, erklärt Bianca Szygula, Kreissprecherin der Linken in Lübeck.

"Wenn der Zugang zu einer lebenswichtigen Therapie davon abhängt, ob zufälligerweise heute der Fahrstuhl funktioniert, dann ist dies ein massiver Eingriff in das Leben und ein absolut unhaltbarer Zustand!" ergänzt Noel Guhs, Beisitzer im Vorstand der Linken.

„Schimmel in den Wohnungen, undurchsichtige Betriebskostenabrechnungen, vermüllte Treppenhäuser und massiver Sanierungsstau. All dem könnte man mit dem Wohnraumschutzgesetz entgegenwirken wenn die Rathausmehrheit unserem Antrag auf wenigstens eine Personalstelle zur Umsetzung des Gesetzes zugestimmt hätte. Stattdessen hat man mit dem aktuellen Haushaltsbegleitbeschluss dafür gesorgt, dass es auch in den nächsten Jahren nicht möglich sein wird, hierfür Stellen zu schaffen um Mieter:innen zu schützen und Vermieter endlich in Verantwortung zu nehmen“ zieht der Co-Kreissprecher Andreas Müller wütend Bilanz.

Die Linke hat ihre bundesweite Mietenkampagne gestartet und setzt sie auch in Lübeck um. Betroffene Mieter:innen können sich mit ihren Problemen an die Partei wenden. Auch der kostenlose Heizkostencheck ist inzwischen möglich, die MietwucherApp für Lübeck wird gerade entwickelt.

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