DIE LINKE sieht Zukunft der Hubbrücke nur barrierefrei

Für die Sanierung des Lübecker Hubbrückenensembles wurden Kultur- und Bauausschuss mehrere Konzepte vorgestellt. Die Verwaltung spricht sich klar für die günstigste Lösung aus, diese bedeutet nur die nötigste Instandhaltung. Die Eisenbahnbrücke soll weiter außer Betrieb bleiben, was keine Änderung der Verkehrsführung und auch keine Innovation Richtung Barrierefreiheit bedeuten würde.

DIE LINKE hält das nicht für zukunftsfähig und schließt sich damit u.a. dem Architektur-Forum-Lübeck an, welches sich dafür ausspricht, gerade die Eisenbahnbrücke für eine barrierefreie Lösung zu nutzen.

„Es ist für uns eindeutig, dass der völlig ungenutzte dritte Teil der Brücke im Jahr 2021 endlich barrierefreier Übergang werden muss. Der Zugang zur Altstadt ist allen Lübeckerinnen und Lübeckern zu ermöglichen, auch den benachteiligten Verkehrsteilnehmer:innen“, sagt Robin Burkard, kulturpolitischer Sprecher der Linken.

„Die Stadt muss sowieso Geld in die Hand nehmen und ich halte es immer für besser, einmal richtig zu sanieren, als unter Umständen über Jahre nachbessern zu müssen. Außerdem werden jetzt vorgenommene bauliche Änderungen wohl für Jahrzehnte Bestand haben und man muss sich überlegen, ob man an Lübecks vielleicht schönstem technischen Denkmal wirklich nachträglich installierte Aufzüge sehen möchte“, ergänzt Burkard. „Für einen nachhaltigen Verkehr der Zukunft, ist hier einfach der Vorrang des Automobilverkehrs zu streichen“.