DIE LINKE: Sana macht sich mit Kündigungen unglaubwürdig

Nun steht es fest, Sana entlässt Mitarbeiter:innen im Service- und Reinigungsdienst, von 112 Stellen werden 70 gestrichen, so dass die gesamte Arbeit von den verbliebenen 42 Angestellten geleistet werden muss.

Für DIE LINKE Lübeck ist das ein skandalöser Umgang, mit genau den Menschen die in der Corona- Krise die größten Opfer gebracht und zu Recht als Heldenhaft benannt werden können.

"Ausgenutzt und weggeworfen, mehr fällt mir dazu nichts ein. Gerade das Servicepersonal ist oft dicht dran an den Patient:innen. Ich hatte in den Notaufnahmen immer wieder Corona-Kontakt. Einige Patient:innen waren sehr schwer an Corona erkrankt, aber das alles hielt die Mitarbeiter:innen nicht ab, zu tun, was getan werden musste. Ohne diese Menschen, funktioniert kein Krankenhaus und auch die Sana Kliniken nicht. Wer in Krisenzeiten seinen Mitarbeiter:innen alles abverlangt und sie dann vor die Tür setzt, macht sich unglaubwürdig“, empört sich die Fraktionsvorsitzende der LINKEN Katjana Zunft.

Auf ihrer Homepage sagt die Sana über sich selbst, sie stünden für ihre gesellschaftliche Verantwortung ein und brächten soziale, ethische und ökologische Ziele in Einklang mit wirtschaftlichem, qualitätsorientierten Handeln. Ihre Kliniken seien ein Anker der Gesundheitsversorgung und gestalten diese in der Region. Die Sana Kliniken bezeichnet sich selbst als verlässlichen Arbeitgeber.

"Diese Selbstbeschreibung muss sich für die gekündigten Mitarbeiter:innen wie Hohn anhören. Wir hoffen, dass sich der Bürgermeister schnell mit der Sanaklinik in Verbindung setzt, denn immerhin hat die Stadt noch 5% Anteile an den Sanakliniken und somit auch die Möglichkeit auf den gesunden Menschenverstand der Verantwortlichen einzuwirken“, ergänzt Sascha Luetkens, Bürgerschaftsmitglied für DIE LINKE Lübeck.

DIE LINKE Lübeck hält diese Kündigungen für Unverantwortlich und gefährlich.

"Wenn man sich vorstellt, dass nun 70 Mitarbeiter:innen fehlen werden und die Arbeit von dem restliche Personal einfach mit geleistet werden soll, kann man sich vorstellen, wie schnell Fehler passieren können. Ein Pflegesystem, dass chronisch unterbesetzt ist und dadurch überfordert ist, bietet keine Sicherheit für die Patient:innen. Die Sana spielt da ein gefährliches Spiel!“ erklären Zunft und Luetkens.