§ 6 Geschlechterdemokratie

(1) Soweit hier nichts Abweichendes bestimmt ist, sind auf der Verbands- und Ortsverbandsebene die Bestimmungen von § 10 der Bundessatzung analog anzuwenden.

(2) Zur Förderung von Frauen in der politischen Arbeit ist auf Verbands- und Ortsverbandsebene bei allen Wahlen von Vorständen und bei der Nominierung von Kandidat/innen für die Wahlen zu den parlamentarischen Vertretungskörperschaften grundsätzlich ein Frauenanteil von 50 % zu gewährleisten.

(3) Abweichungen von diesem Grundsatz ist nur möglich, wenn der Frauenanteil der Mitglieder unter 25% liegt und bedürfen der besonderen Begründung und eines Beschlusses mit einfacher Mehrheit der entsprechenden Versammlung.

(4) Bei Wahlen von Vorständen, Kommissionen, Arbeitsgremien und Delegierten sind grundsätzlich mindestens zur Hälfte Frauen zu wählen. Ist dies nicht möglich, bleiben die den Frauen vorbehaltenen Mandate unbesetzt, eine Nachwahl ist jederzeit möglich. Der Verband und Ortsverbände, deren Frauenanteil bei weniger als einem Viertel liegt, können im Einzelfall Ausnahmen beschließen.