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6. Mai 2018

Erster Nachbarschaftsbrief

Liebe Mitbewohnerinnen und Liebe Mitbewohner,

mein Name ist Hans-Jürgen Martens, ich bin 57 Jahre alt, ich bin Mitglied in der Partei DIE LINKE. Am 6. Mai 2018 kandiere ich für unseren schönen Stadtteil Sankt Lorenz im Wahlkreis 18 für die Lübecker Bürgerschaft.

Im Jahre 1986 bin ich vom Stadtteil St. Gertrud nach St. Lorenz gezogen und wohne seit dem sehr gerne in unseren Stadtteil.

Der Stadtteil hat viele Vorteile: St. Lorenz Nord hat einen hohen Anteil an Bebauung aus der Jahrhundertwende um 1900. Diese Häuser die im Jugendstil ausgeführt wurden sind sehr schön und müssen erhalten bleiben. Auch die fußläufige Erreichbarkeit zur Innenstadt ist ein großer Vorteil für unseren Stadtteil.

St. Lorenz Nord hat aber auch einige „Baustellen“ um deren Abbau ich mich in der Lübecker Bürgerschaft einsetzen möchte:

Weil sich die Lübecker Politik nicht einigen kann, darbt das ehemalige Schlachthofgelände in der Schwartauer Alle seit Jahren vor sich hin. Dies ist ein wahrer Schandfleck in unseren Stadtteil. Hier müssen dringend bezahlbare Wohnungen mit oder ohne Einzelhandel gebaut werden.

Ich werde mich in der Bürgerschaft für eine Bebauung des alten Schlachthofgeländes mit bezahlbaren Wohnungen einsetzen.

Die Parkplatzsituation in unseren Stadtteil ist ein großes Problem. Nach 18:00 Uhr ist die Parkplatzsuche ein reines Glückspiel. Aus dieser Parkplatznot parken Einwohner und Besucher oft falsch und behindern, besonders an Kreuzungen, die Zufahrt für die Feuerwehr, Rettungsdienst und Entsorgungsfahrzeuge. Auch Gehwege sind oft zugeparkt. Hier muss dringend ein vernünftiges Parkplatzkonzept her, Strafzettel verteilen und abschleppen der Falschparker bringt nicht weiter.

Ich werde mich in der Bürgerschaft für ein Parkplatzkonzept für St. Nord einsetzen.

Seit der Schließung des Stadtteilbüros in der Fackenburger Allee, im alten Arbeitsamt, müssen wir Einwohnerinnen und Einwohner aus St. Lorenz Nord für Meldeangelegenheiten in die Innenstadt in die Julius Leber Straße oder zur PKW Zulassung, wie früher, in den Meesenring. In beiden städtischen Servicestellen  kommt es häufig zu unzumutbaren langen Wartezeiten. Guter Service sieht anders aus. Die Stadtteilbüros wurden geschlossen um Geld zu sparen. Auch am städtischen Personal wurde gleich mit gespart. Inzwischen hat die Bürgerschaft zwar beschlossen die Stadtteilbüros in Moisling, Travemünde, Kücknitz und St. Lorenz Nord wieder zu eröffnen, aber ob und wann der Beschluss umgesetzt wird steht längst nicht fest.

Ich werde mich, ohne wenn und aber, für die schnelle Wiedereröffnung aller Stadtteilbüros in Lübeck in der Bürgerschaft einsetzen.

Das Ziel meiner Partei ist es am 6. Mai, mit einer starken Fraktion als soziale Stimme in die Bürgerschaft einzuziehen. Als Verbündete aller Menschen, Vereine, Verbände und Initiativen, die sich  der Gestaltung einer sozialen und solidarischen Stadt verschrieben haben.

DIE LINKE. Lübeck stellt bei dieser Wahl die soziale Frage: “Wem gehört die Stadt?“ - in die wirklich gelebten Bereiche aller Bürgerinnen und Bürger hinein.

In unserer Philosophie gehört die Stadt allen Menschen, die in ihr leben:

Von der Wohnsitzlosen bis zum Multimillionär, vom Kleinkind bis zum Senioren – und zwar zu gleichen Teilen!

Dies bedeutet für uns konkret, dafür Sorge zu tragen, dass alle Menschen in unserer Stadt Zugang zu sowohl privater, als auch öffentlicher Versorgung und sozialer Infrastruktur haben:

Von den bezahlbaren eigenen vier Wänden bis zum Nachbarschaftsbüro. Von einer sanktionsfreien Mindestsicherung bis zur armutsfreien Rente. Von der flexiblen Kita über die Ganztagsschule bis zur kommunal unterstützten Ausbildung. Von Naherholung im Stadtteil zum gut ausgebauten Radweg. Vom staufreien Autoverkehr bis zum bezahlbaren und zuverlässigen ÖPNV.

Unabhängig von Religion, Herkunft, Alter oder Verdienst müssen alle Menschen dieser Stadt dieselben Möglichkeiten zur soziokulturellen Teilhabe und Mobilität, sowie zur Mitgestaltung Lübecks in allen Lebensbereichen haben.

Wir wollen “Stadt“ weiterdenken und dem puren Verwalten eine solidarische Gestaltung entgegensetzen. Wir wollen eine barrierefreie Stadt - egal ob die Barrieren kultureller, sozialer oder körperlicher Natur erscheinen.

Lübecks Stärke soll in Zukunft die Vielfalt seiner Bürgerinnen und Bürger und ihre Teilhabe an allen Bereichen des Zusammenlebens sein.

Wenn Sie Anregungen oder Fragen, wenn Sie sich an mich: hj.martens@o2online.de