Detailansicht

12. Januar 2018

Womens March Bündnis setzt Zeichen gegen Rassismus und Sexismus

Mit einem deutlichen Statement setzt das Lübecker Womens March Bündnis ein Zeichen gegen Rassismus und Sexismus. Unter dem Motto "Shut up, Stöcker!" organisiert das überparteiliche Bündnis angeführt von der Organisatorin Katjana Zunft am kommenden Samstag um 15 Uhr eine Kundgebung am Lübecker Schrangen.

Auslöser der Veranstaltung ist die Veröffentlichung einer Weihnachtsrede, die der Unternehmer Winfried Stöcker vor der Belegschaft der Firma Euroimmun gehalten hatte (die Presse berichtete). Darin äußerte sich Stöcker - der in der Vergangenheit  schon mehrfach mit fragwürdigen rassistischen Äußerungen aufgefallen war - deutlich frauenverachtend und rassistisch.

"Herr Stöcker weist der Frau in seiner Rede eine Rolle wie der Nationalsozialismus in den 30er Jahren zu. Als Muttertier am Herd, das dem Mann zuwillen ist und gebährfreudig die Nation mit Nachwuchs versorgt. Wir werden deutlich zeigen, dass Lübeck als weltoffene und bunte Stadt im Jahr 2018 nicht bereit ist solche Ausfälle schweigend hinzunehmen", so Katjana Zunft, die im vergangenen Jahr mit vielen Unterstützerinnen das überparteiliche Lübecker Womens March Bündnis ins Leben gerufen hat.

Damals marschierte ein bunter und friedlicher Protest von über 1.500 Teilnehmer*innen durch die Innenstadt, um ein Zeichen gegen Sexismus und für die Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen zu setzen.

"Und auch diesmal wollen wir bunt und laut sein um alten weißen Sexisten und Rassisten wie Donald Trump und Winfried Stöcker zu zeigen, dass ihre Zeit vorbei ist und ihr Weltbild nicht länger die Gegenwart bestimmt. Deshalb rufen wir zum Flashmob am Lübecker Schrangen auf. Alle Interessierten Lübecker*innen, die mit uns ein friedliches und buntes Zeichen gegen Rassismus setzen wollen sind herzlich willkommen und eingeladen", so Katjana Zunft.