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1. Februar 2019

DIE LINKE.: Hindenburgplatz wird endlich umbenannt

Nach langer Diskussion in der Lübecker Bürgerschaft wird der Lübecker Hindenburgplatz endlich umbenannt. Damit endet eine 6 Jahre andauernde Debatte, die ursprünglich durch DIE LINKE. angestoßen wurde, die auch immer wieder Anträge dazu gestellt hatte, welche bis gestern aber vor allem von der SPD keine Unterstützung erfuhr.

 

Nach über drei Stunden Debatte in der Bürgerschaft und zahlreichen Änderungsanträgen, die den ursprünglichen Antrag der Linken teils verbessern, teils verhindern wollten, konnte Ragnar Lüttke, Bürgerschaftsmitglied und Fraktionsvorsitzender der LINKEN gegen den Widerstand rechter und konservativer Kräfte in der Bürgerschaft einen Erfolg verbuchen, für den er über sechs Jahre gekämpft hat.

 

"Ich freue mich, dass wir uns endlich der demokratischen Wurzeln unseres Landes und unserer Stadt besinnen. Mit der Umbenennung des Republikplatzes in Hindenburgplatz versuchten die Nazis die Symbole der Demokratie und der ersten deutschen Republik zu tilgen - wir haben heute ein Zeichen dafür gesetzt, dass ihnen dies nicht gelungen ist. Lübeck ist ein offenes und buntes Tor zur Welt. Werte, die eine Republik verkörpert. Deshalb gibt es für die folgende Umbenennung im Bauausschuss nur die Konsequenz den Platz zurück in Republikplatz zu benennen", sagt Ragnar Lüttke.

 

DIE LINKE. hatte im November letzten Jahres zum Gedenken an den Matrosenaufstand, mit einer symbolischen Umwidmung des Platzes, die Debatte erneut aufgegriffen und in die Bürgerschaft gebracht.