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6. Juli 2018

DIE LINKE. begrüßt Stärkung der Lübecker Frauenhäuser

Die Not der beiden Lübecker Frauenhäuser ist groß, nachdem 2012 insgesamt 27 Plätze vom Land und von der Stadt gestrichen wurden, klagen beide Häuser über eine ständige Überbelegung.

Dem Appel der Häuser war die Lübecker Bürgerschaft schon im November 2017 nachgekommen und hatte eine Erhöhung der Plätze beschlossen. Auch neue Gelder wurden in den Haushalt eingestellt. Aber Umgesetzt war der Beschluss bis jetzt immer noch nicht.

Der Sozialausschuss hat gestern einstimmig beschlossen, dass es ein Notfallprogramm geben soll, das eine schnelle Aufstockung von Plätzen in den beiden Häusern bewirken soll, auch die Wohnungssuche der Frauen soll durch dieses Programm erleichtert werden. Langfristig muss das Land wieder in die Pflicht genommen werden, denn die Finanzierung von Frauenhäusern ist eine Landesaufgabe.

"Frauenhäuser sollen eigentlich nur eine Auslastung von 70-80 % haben“, erklärt Andreas Müller, Mitglied im Sozialausschuss für DIE LINKE. "Das die Auslastung aller Häuser in Lübeck und in Schleswig-Holstein ständig bei 100% liegen ist fatal. Da muss schnelle und unkomplizierte Hilfe her“.

Die Linke hatte 2012 schon gegen die Reduzierung der städtischen Plätze gestimmt und ist froh, dass dieser Fehler jetzt korrigiert werden soll.

"Die Gewalt an Frauen wird nicht weniger, wenn man Plätze reduziert, die Wohnungsnot verschärft die Situation zudem noch weiter. Das Einstimmige Votum im Sozialausschuss, für eine schnelle Hilfe, ist ein gutes Zeichen für die Frauen und Kinder in den Lübecker Frauenhäusern“, erklärt Katjana Zunft, Mitglied der Bürgerschaft.