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13. Februar 2018

DIE LINKE begrüßen Überlegungen zu kostenlosem Busverkehr

Die Lübecker Linke begrüßt die gemeinsamen Überlegungen von Umwelt- und Verkehrsministerium zur Einführung eines kostenlosen Busverkehrs im Rahmen von Modellprojekten als Reaktion auf die verheerenden Kennzahlen Deutschlands bei den Schadstoff-Emissionen. Die beiden Ministerien hatten dieser Tage in einer gemeinsamen Initiative einen ersten Vorstoß in Richtung eines modernen Busverkehrs gewagt.  DIE LINKE und ihr Bürgerschaftsabgeordneter Ragnar Lüttke hatten indess eine solche Lösung bereits seit Jahren in der Bürgerschaft angeregt.

"Wir freuen uns, dass CDU und SPD im Bund klüger zu sein scheinen, als ihre Lübecker Kollegen, die uns vor fünf Jahren auslachten, als wir auf die soziale und ökologische Notwendigkeit eines Perspektivwechsels im Busverkehr hinwiesen", sagt Katjana Zunft, Vorsitzende und Spitzenkandidatin der Lübecker Linken. 

2013 hatte deren Bürgerschaftsabgeordneter Ragnar Lüttke als erster ein durchgerechnetes Modell für die Bewältigung einer Umstellung auf einen umlagefinanzierten Busverkehr vorgestellt, das von der Lübecker Politik weitgehend ignoriert wurde. Seitdem hatte DIE LINKE immer wieder auf die Bedeutung eines modernen Busverkehrs für den sozialen und ökologischen gepocht. 

In ihrem Programm "Wem gehört die Stadt?" fordert die Partei daher den Anschluss an den HVV um Kommune und Stadtverkehr perspektivisch fit zu machen für die Zukunft. Ragnar Lüttke: "Für den Weg in einen kostenlosen Busverkehr ist es unabdingbar, dass die Bürgerinnen und Bürger das Busfahren als modern, ökologisch und preiswert erleben. Erst wenn dies erreicht ist, kann der nächste Schritt zum kostenlosen Busfahren sich wirtschaftlich tragen. Leider haben Politik und Verwaltung in Lübeck diesen Entwicklung jahrelang verschlafen. Umso erfreulicher, dass der Lübecker CDU und SPD dieser Schritt nun seitens ihrer Berliner Kollegen aus der Hand genommen wird", so Ragnar Lüttke. 

Um den Weg in eine solche moderne und umweltschonende Verkehrspolitik und seine Vorteile zu garantieren, bedürfe es jedoch einer starken Linken in der Lübecker Bürgerschaft, findet Katjana Zunft: "Die Vorteile eines modernen Busverkehrs liegen auf der Hand. Die Innenstadt wird vom Verkehr entlastet, die Umwelt geschont, die Menschen sparen Stress und Nerven und die durch das Spardiktat der Bürgerschafts-Mehrheit arg gebeutelte Infrastruktur in Form von Brücken und Straßen wird geschont. Deshalb gilt es jetzt die Forderung der Linken nach dem Anschluss an den HVV zu realisieren, um sich dem Bund als moderne Kommune für ein Modellprojekt und eventuelle Fördermittel zu empfehlen. Dann können die Menschen in Lübeck vielleicht schon bald die Vorzüge eines kostenlosen Busverkehrs genießen", so Katjana Zunft.