Detailansicht

2. April 2020

Lübeck Endlich Toiletten für Obdachlose!

Die Kooperation aus der Partei DIE LINKE, St. Marien Kirchengemeinde und der Obdachlosen Hilfe Lübeck hat gestern durch Aufstellen von Toiletten,  ein wichtiges Problem der obdachlosen Menschen in Lübeck lösen können. Zur Zeit sind alle Restaurants, Geschäfte und Hotels in der Stadt geschlossen, was Obdachlose vor ein riesen Problem stellt, wenn sie ihre Notdurft verrichten müssen.


"Wir sehen das Problem schon länger. Da es keine öffentlichen Toiletten in der Innenstadt gibt, ist es für Obdachlose auch unter normalen Umständen schon schwer, Abends oder Nachts auf  die Toilette zu gehen, zumal sich viele scheuen, in ein Hotel oder Restaurant zu gehen. Nun hat sich die Lage zugespitzt und es ist außerhalb der Öffnungszeiten  der zentralen Beratungsstelle in der Wahmstraße gar nicht mehr möglich ,eine Toilette aufzusuchen. Wir danken auch dem Bürgermeister, der den Standort schnell und unbürokratisch zur Verfügung stellte und genehmigte. Dank auch an alle, die spendeten und die Aufstellung der Toiletten ermöglichten," erklären Sabine Weiß, Kirchenvögtin St. Marien, Ragnar Lüttke, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE und Jan Rühmling und Christian Zeikowsky von der Obdachlosen Hilfe.

Die Toiletten werden regelmäßig gereinigt und sind mit einem Zahlenschloss gesichert, die Kombination wird nur an die bekannten Obdachlosen ausgegeben und die Toiletten werden täglich kontrolliert.

"Wenn wir mit dem Herzenswärmebus unterwegs sind , werde ich immer wieder gefragt, wo Toiletten seien und wo man denn hin könne. Jetzt haben wir eine Antwort, die Ort und Zahlenkombination nennt," ergänzt Tanja Zeikowsky, die die abendlichen Touren des Herzenswärmebus betreut.

"Solidarität ist in der Krisenzeit das Wichtigste und das bedeutet Solidarität mit den Schwächsten in der Gesellschaft.," so Ragnar Lüttke.

Auch nach der Coronakrise wird sich die Kooperation für öffentliche Toiletten einsetzten.