Detailansicht

27. Juli 2017

Fehlende Unterlagen - LINKE in Lübeck ausschließlich mit Zweitstimme als Partei wählbar.

Fehler bei der Einreichung der Wahlunterlagen kosten den Lübecker Bundestagskandidaten Sascha Luetkens die Kandidatur im Wahlkreis 11.

Der LINKEN-Politiker hatte selbst Anfang Juni das städtische Wahlamt aufgesucht und dort seine Zustimmungserklärungen zur Aufstellung als Kandidat eingereicht und Wählbarkeitsbescheinigungen eingeholt, doch offenbar den eigentlichen Kandidaturvorschlag der Partei nicht mit eingereicht - mit weitreichenden Folgen. 

Während mit den eingereichten Papieren die Kandidatur für die schleswig-holsteinische Landesliste der LINKEN erfolgreich abgeschlossen werden konnte, passierte mit der Wahlkreiskandidatur nichts.

Sascha Luetkens erklärt dazu: "Recht sicher alles richtig gemacht zu haben, hatte ich bei der Mitarbeiterin nochmals extra meine telefonische Erreichbarkeit zu den Unterlagen notieren lassen, weil ich wissen wollte, ob alles vollständig ist. Passiert ist danach jedoch gar nichts, weshalb ich guten Glaubens von Vollständigkeit ausging. Ein großer Fehler", bedauert Luetkens. 

Der Leiter des Wahlamtes hatte erst Tage nach Einreichungsfrist das Bürgerschaftsmitglied der LINKEN, Ragnar Lüttke, bei einer zufälligen Begegnung über das Fehlen der Einreichung unterrichtet. 

"Das ist höchst ärgerlich, da das Wahlgesetzes absolut eindeutig ist und keinerlei Nachfrist zur Einreichung von Wahlvorschlägen zulässt", so Sascha Luetkens, der danach sowohl mit dem Landeswahlleiterbüro als auch mit dem Kreiswahlleiter in Kontakt stand.  

Landes- und Kreisvorstand der LINKEN sind über den Fehler unterrichtet. Enttäuscht sind davon alle, trotzdem gilt es nun den Blick nach vorn zu richten: "Wir werden in Lübeck nun einen umso engagierteren Zweitstimmenwahlkampf führen. Als Kandidat auf Platz 4 unserer Landesliste stehe ich auch so namentlich auf allen Stimmzetteln. Und als Lübecker Kandidat der LINKEN werde ich unsere Partei im Wahlkampf mit unseren Positionen selbstverständlich so vertreten, wie wir es ursprünglich geplant haben und wofür ich auch gewählt wurde," so Sascha Luetkens abschließend.