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13. Februar 2019

DIE LINKE: Wohnungsmarktbericht verzerrt Realität

Sebastian Kai Ising, wirtschaftspolitischer Sprecher und Bürgerschaftsmitglied Ragnar Lüttke kritisieren die Zahlen des Lübecker Wohnungsmarktberichtes

DIE LINKE kritisiert die im Wohnungsmarktbericht der Verwaltung vorgelegten Zahlen zu Durchschnittsmieten in Lübeck. Diese seien aufgrund der Art ihrer Erhebung wenig aussagekräftig und würden bewusst politisch instrumentalisiert.

"Die uns unter anderem im Wirtschaftsausschuss vorgelegten Zahlen des Wohnungsmarktberichtes taugen nur bedingt - wenn überhaupt - zu einer Einschätzung darüber, wie preisgünstig Wohnraum in Lübeck zu haben ist. Dies liegt daran, dass die Stadt lediglich freiwillige Angaben der Mietwirtschaft, also beispielsweise von der Trave oder Vonovia erhebt. Der private Wohnungsmarkt, der meist deutlich über den Mieten der Wohnungswirtschaft liegt, bleibt außer indirekt über den Mietspiegel unberücksichtigt", sagt Sebastian Kai Ising, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Lübecker Bürgerschaft.

DIE LINKE kritisiert, dass damit die Zahlen des Wohnungsmarktberichtes nur bedingt valide sind und warnt davor auf dieser Basis politische Entscheidungen zu treffen, welche die bestehende Wohnungskrise verharmlosen. Der Bericht verzerre die Realität. 

"Die tatsächlichen Durchschnittsmieten in Lübeck liegen erwartbar höher, als sie der Wohnungsmarktbericht aktuell erfassen kann. Gleichzeitig sind kommende massive Mietsteigerungen durch energetische Sanierungen, wie sie beispielsweise Vonovia durchführt, nicht kalkulierbar und steigern die Durchschnittsmieten. Es wäre fatal auf dieser Basis politische Entscheidungen zu treffen, die anders lauten, als massiv den Wohnungsbau verstärken", sagt Ragnar Lüttke, Bürgerschaftsmitglied der Linken.

DIE LINKE warne davor diese unvollständigen Zahlen politisch zu instrumentalisieren, um weiterhin die Verantwortung für die hausgemachte Wohnungskrise abzulehnen und die Öffentlichkeit zu beschwichtigen.

"Wir werden jetzt nicht locker lassen und weiter darum kämpfen, dass Lübeck die vom Mieterbund als notwendig erachteten Wohnungen erhält", zeigt sich Ragnar Lüttke kämpferisch.