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17. Oktober 2019

DIE LINKE: Teststrecke für Solarradwege

Sebastian Kai Ising, klima- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion, möchte eine Teststrecke für Solarradwege prüfen.

Die Bürgerschaftsfraktion der Lübecker Linken legt weiter Konzepte für die ernsthafte politische Umsetzung des Klimanotstandes vor. In der kommenden Sitzung der Bürgerschaft beantragt DIE LINKE die Möglichkeit des Baus einer Teststrecke für Solarradwege, sogenannter SolarRoads zu prüfen.

 

Eine SolaRoad besteht aus vorgefertigten Betonelementen (2,5 x 3,5 Meter), die aneinandergelegt eine Straße oder einen Radweg ergeben. Die Solarzellen liegen unter einer ca. einen Zentimeter dicken Schicht aus Hartglas. In Krommenie bei Amsterdam erzeugt eine Teststrecke nach dem ersten Jahr bei nur 70 Meter Länge Weg 9.800 kWh und damit das Maximum dessen, was laut den zuständigen Ingenieuren möglich war.

 

"Wenn wir als Bürgerschaft unseren eigenen Beschluss zum Klimanotstand ernst nehmen wollen, bedarf es moderner Konzepte und Technologien, die über das von der Bürgerschaft in ihrer Haushaltssitzung beschlossene hinausgehen. Bäume zu pflanzen und ansonsten nur den Pflichtaufgaben nachzukommen, stellt keinen verantwortlichen Weg zu einer sozial-ökologischen Wende da. Dies gilt insbesondere in der Radpolitik der Stadt", sagt Sebastian Kai Ising, klima- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Bürgerschaft.

 

"Für die Stadt Lübeck bestünde die Möglichkeit, bei erfolgreichem Test der Serienreife von SolarRoads die Notwendigkeit des Ausbaus des Radwegenetzweges mit den Anforderungen einer modernen Energiepolitik und der Eigenproduktion erneuerbarer Energien zu verbinden", so Ising weiter.