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12. Dezember 2019

DIE LINKE: Nachhaltigen Tourismus fördern

Sebastian Kai Ising, klima- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Lübecker Bürgerschaft, fordert die politischen Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Tourismus

Die Bürgerschaftsfraktion der Linken begrüßt das endgültige Ende der Debatte um die Einrichtung eines neuen Groß-Terminals für Kreuzfahrten. Die hierfür eintretende Lobby hat eingesehen, dass es dazu keine politischen Mehrheiten in Lübeck gibt.

 

"Klimapolitisch ist es das richtige Signal sich aus dem immer wahnsinniger werdenden Wettrüsten der Kreuzfahrt-Industrie zu verabschieden. Nach einer Studie des NABU verursachen allein die Schiffe des weltgrößten Kreuzfahrtunternehmens Carnival Cruises, zu dem auch die Rostocker AIDA Cruises gehört, zehn Mal soviel Schwefeloxide an Europäischen Küsten wie alle Fahrzeuge in Europa zusammengenommen. Für Rostock bedeutet dies, dass der Kreuzfahrt-Tourismus mehr als sieben Mal so viel Schadstoffe erzeugt, wie der Individualverkehr der Stadt. Eine Zukunft die Lübeck nicht braucht", so Sebastian Kai Ising, klima- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion der Linken.

 

DIE LINKE will stattdessen verstärkt nachhaltige Tourismus-Konzepte fördern. Dies bedeutet insbesondere ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tourismus und Lebensqualität der Bevölkerung zu fördern.

 

"Unsere Fraktion möchte ein touristisches Gesamtkonzept, in dem insbesondere ein sozial-ökologischer Nah- und Radverkehr für Touristen und Einwohner*innen eine zentrale Rolle spielt. An notwendigen Investitionen für einen möglichst klimaneutralen Tourismus sind die Touristen beispielsweise durch die Erhebung einer Bettensteuer zu beteiligen. Insbesondere für das Verfahren des European Energy Awards, dem Lübeck vor kurzem beigetreten ist, ist die Aufstellung eines touristischen Klimakonzeptes für eine Stadt wie Lübeck unabdingbar. Wir begrüßen die Bemühungen der LTM als Schritt in die richtige Richtung und hoffen, dass die Politik die Rahmenbedingungen dafür schaft", so Sebastian Kai Ising.