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4. Februar 2020

DIE LINKE Lübeck will die Pflege stärken

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Mindestlöhne für Pflegekräfte leicht zu erhöhen.

 

Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung um mehr Personal für die Pflege zu gewinnen. Für die Partei DIE LINKE soll aber generell auch für Pflegehilfskräfte kein Lohn unter 14,50€ pro Stunde gezahlt werden. Ein Stundenlohn von 12,55 Euro sichert gerade so eine Rente über dem Grundsicherungsniveau - weitere Schritte in der Bezahlung der Pflegenden müssen also gegangen werden.

 

Mindestens genauso wichtig ist aber eine gute Infrastruktur um die Pflegenden drum herum zu bauen – gute Arbeitsbedingungen, bezahlbare Mieten, preiswerter und zuverlässiger Nahverkehr und nicht zuletzt eine Kinderbetreuung, die vor allem auf die Arbeitszeiten der Pflegenden abstellt, dies bedeutet, dass die Kinderbetreuung ebenso während der Spät- und Nachtdienste (der Pflegenden) möglich sein muss", erklärt Andreas Müller, Vorsitzender der Lübecker LINKEN und Mitglied im Sozialausschuss der Bürgerschaft.

 

"Wir wissen, dass die geburtenstarken Jahrgänge kommen, wir wissen, dass wir mehr Plätze brauchen, als wir jetzt haben, wir wissen, dass es immer schwieriger wird, Pflegepersonal zu finden, daher müssen wir jetzt zukunftsweisende Entscheidungen treffen." mahnt Andreas Müller.

 

Für DIE LINKE. Lübeck kommen also noch weitere notwendige Schritte neben der Erhöhung des Pflegemindestlohnes hinzu um eine gute Pflege für die Lübecker:innen sicherzustellen:

 

Neubau von mindestens 4 Pflegeheimen (zwischen 100 und 150 Pflegeplätzen) in städtischer Trägerschaft und schnellstmöglicher Baubeginn.

 

Aufbau von mehr stationären Pflegeplätzen (von 600 auf 1.000) in Trägerschaft der SeniorInnenEinrichtungen – diese 1.000 Plätze sind notwendig, weil die Altersarmut und die Pflegebedürftigkeit in den nächsten Jahren steigen. Zusätzlich haben die SeniorInnenEinrichtungen mit 20-25% Marktanteil (wie bisher) dann auch weiterhin Einfluss auf die Betreuungsqualität in unserer Stadt.

 

Mehr Ausbildungsplätze in der Pflege, Hauswirtschaft und Betreuung und für die vorhandenen Mitarbeiter:innen ein interessantes Fort- und Weiterbildungskonzept das den langjährigen Verbleib und den Aufstieg innerhalb der SeniorInnenEinrichtungen ermöglicht.

 

Mindestens eine städtische 24-Stunden-Kinderbetreuungseinrichtung in der vor allem Pflegepersonal der städtischen SeniorInnenEinrichtungen ihre Kinder gut aufgehoben wissen.

 

Eine Befragung von Mitarbeiter:innen der SeniorInnenEinrichtungen die das Ziel hat Maßnahmen herauszufinden, die a) den langfristigen Verbleib der Pflegenden in den SeniorInnenEinrichtungen zu ermöglichen und b) die Vollzeitbeschäftigung und/oder die Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung attraktiv machen.