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18. Juli 2019

DIE LINKE: Lübeck verschläft sozialen Wohnungsbau

Laut der IG BAU Holstein baute die Hansestadt im vergangenen Jahr 416 Wohnungen, 63 davon sind Ein- bis Zweifamilienhäuser. Insgesamt sind dass 12% weniger als im Jahr 2018.

Bei den momentan angespannten Lübecker Wohnungsmarkt ist zu beklagen, dass statt genügend Wohnungen zu schaffen, die Zahlen der Neubauten sogar noch merklich gesunken sind. Bedenklich sei zudem die Tatsache das in Lübeck, seit 2014 2.300 Wohnungen aus der befristeten Mietpreisbindung gefallen sind und bis 2040 noch mal rund 6000 wegfallen werden. Lübeck hätte dann nur noch 3.500 statt den empfohlenen 12.000 Sozialwohnungen, so DIE LINKE.

„Lübeck kommt nicht zu Potte und verschläft weiterhin den Wohnungsbau, das verschärft die Wohnungskrise, weil das Engagement für sozialen Wohnungsbau in der Verwaltung und der Bürgerschaft fehlt. Diskutiert wird stattdessen wie und wo Siedlungshäuschen gebaut werden können. Man könnte meinen dass die Sicht auf die realen Probleme der Stadt und der Menschen absichtlich nicht gesehen werden will. Der 30 prozentige Anteil an Sozialbauwohnungen bei Neubauprojekten, wie von der Bürgerschaft beschlossen, ist bei diesen Zahlen deutlich zu wenig, Die Wohnungsbauwirtschaft muss, wenn sie profitabel bauen will, gezwungen werden auch sozialen Wohnungsbau mitzubauen. Dieser Grundsatz muss auch bei Ein- und Zweifamilienhausbebauung gelten“, so Katjana Zunft, Bürgerschaftsmitglied der Fraktion DIE LINKE.

 

DIE LINKE beklagt, dass selbst die Bundesregierung die Fehlentwicklung der letzten Jahre im Bereich des sozialen Wohnungsbaus eingesehen hat und immerhin Versuche die zu einer Verbesserung diesbezüglich führen, umsetzen will. „In Lübeck diskutiert die knappe Mehrheit von SPD und CDU, ob es eine Wohnungsnot überhaupt gibt. Keine guten Aussichten für Einsichten, “ empört sich Katjana Zunft.