Zur Zeit wird gefiltert nach: Kreisverband Luebeck

Detailansicht

12. September 2018

St. Lorenz Süd: LINKE organisieren Protest

"Zustände wie hier machen ein normales Wohnen unmöglich" , sagt Sebastian Kai Ising, wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Lübecker Bürgerschaft

Am vergangenen Dienstag veranstaltete die Lübecker Linke das bereits zweite Mietertreffen im Hanseviertel in St. Lorenz Süd. Gemeinsam mit den Anwohner*innen organisiert DIE LINKE den Protest gegen die Renovierungs-Willkür der Buwog im Bereich der Wendischen und Pommerschen Straße. Ragnar Lüttke, Mitglied der Bürgerschaft und Sebastian Kai Ising, wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion nahmen sich vor Ort der Sorgen und Nöte der Mieter*innen an.

 

"Wir konnten nach den ersten Medienberichten bereits erste Erfolge verbuchen. Die Buwog hat kleinere Mängel beseitigt - das reicht uns jedoch nicht. Wir wollen gemeinsam mit den Betroffenen exemplarisch für ganz Lübeck kämpfen, denn: St. Lorenz Süd ist überall. Auch in Eichholz und Moisling treten bereits ähnliche Probleme zutage", so Ragnar Lüttke, der seit vielen Jahren gegen die Ignoranz der Lübecker Politik in Bereich des Wohnungsbaus ankämpft.

 

Neben großen Belastungen durch Lärm und Dreck infolge des massiven Umfangs der Renovierungen seien viele Mieter*innen von sanitärer Versorgung abgeschnitten, mussten wochenlang ohne Internet und Telefon auskommen und sind aufgrund der Mietobergrenzen der Ämter im Fall von ALG2-Bezug oder Grundsicherung von Obdachlosigkeit bedroht.

 

"Der Stadtteil ändert schleichend sein Gesicht. Konnte St.Lorenz Süd früher als gelungenes Beispiel für einen integrativen Stadtteil gelten, werden heute immer mehr Menschen mit niedrigen Einkommen aus dem Stadtteil verdrängt. Neuer Wohnungsbau findet fast ausschließlich als Eigentum statt. Wir wollen als hier Lebende dieser gesteuerten Veränderung unseres Stadtteils nicht weiter zusehen und organisieren deshalb hier und jetzt den Protest", so Sebastian Kai Ising, der auch stellvertretendes Mitglied im Bauausschuss ist.

 

Unter Telefon 0451 707 44 11 und via Mail an Info@die-linke-luebeck.de können sich Betroffene an DIE LINKE wenden und neben Beratung auch Vordrucke für Mängellisten und Unterstützung durch den Mieterschutzbund erhalten.

 

"Wir nehmen uns für jeden Fall Zeit und kämpfen gemeinsam mit den Mieter*innen. Nur gemeinsam können wir einen Richtungswechsel in der Lübecker Wohnungspolitik erreichen", bittet Ragnar Lüttke alle Betroffenen um Solidarität.