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11. November 2017

DIE LINKE: Wahlrecht nicht mit Füßen treten!

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Nichts diskutierten die Lübeckerinnen und Lübecker in den letzten Wochen wohl mehr, als die Wahl für das Bürgermeisteramt. So galt es am vergangenen Sonntag eine Entscheidung zwischen sechs sehr unterschiedlichen Kandidaten  zu treffen. Eine deutliche Mehrheit entffiel dabei auf Kathrin Weiher und Jan Lindenau, die nun  am 19. November in der Stichwahl gegeneinander um das wichtigste Amt der Stadt antreten.

Detlev Stolzenberg , der am vergangenen Sonntag als Drittstärkster aus dem Rennen ausschied,  fordert seine Wähler nun auf die Stimmzettel ungültig zu machen und somit die Wahl massiv zu beeinträchtigen. Die LINKE möchte einem solchen indirekten Wahlboykott entgegen wirken, da Wählen für sie ein Grundstein der demokratischen Gesellschaft dastellt.

"Einen Boykott einer solch wichtigen Wahl, halte ich  für den falschen Weg", erklärt Katjana Zunft, Vorsitzende der LINKEN in Lübeck. "Wählen ist eine Grundrecht und ein wichtiges Kennzeichen der Demokratie. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich viele Menschen, die aus Diktaturen und Kriegsgebieten geflohen sind. Länder, in denen freie Wahlen nicht stattfinden können und die Menschen um das Recht wählen zu dürfen kämpfen.  Dadurch wird mir immer wieder bewusst, welch wertvolles  Gut es ist wählen zu dürfen. Ein solches Gut sollte man nicht leichtfertig mit Füßen treten", so Zunft weiter.

Die LINKE ,wie auch viele andere Parteien, kämpfen seit Jahren darum, der Wahlmüdigkeit der Bürgerinnen und Bürger entgegen zu wirken.

"Mit der sinkenden Wahlbeteiligung verschärft sich die zunehmend politische Ungleichheit , da sich der Rückgang nicht gleichmäßig über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg vollzieht. So nehmen laut Studien finanzschwächere Milieus das Wahlrecht seltener wahr. Darunter leidet vor allem die repräsentative Demokratie und damit das Fundament unserer Gesellschaft", erklärt dazu Sebastian Kai Ising, Vorsitzender der Lübecker LINKEN. 

DIE LINKE begrüßt, dass die unterlegenden Kandidaten zum Teil keine Wahlempfehlung abgeben.  Dadurch haben alle  Lübeckerinnen und Lübecker die Möglichkeit, sich selbst mit den verbliebenen Kandidaten auseinanderzusetzten und zu entscheiden, wo sie ihr Kreuz machen wollen.

"Demokratie ist auch unbequem. Demokratische Ergebnisse muss man aushalten können. Sie können nur dadurch korigiert werden, das man noch härter an sich und seinen Zielen arbeitet. Nicht zu wählen ist keine Antwort auf ein Ergebnis, das einem nicht gefällt", erklären Zunft und Ising gemeinsam.

DIE LINKE ruft auf, wählen zu gehen, denn nur wer wählt, kann Mitbestimmen. Nur wer wählt, kann auch mitentscheiden wer Bürgermeister wird. Nur wer wählt, hat Einfluss auf das Ergebnis.