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7. April 2018

DIE LINKE: Kinderarmut ist politisch gewollt

Gemeinsam mit ihrer Bundestagsabgeordenten Cornelia Möhring diskutierte DIE LINKE am vergangenen Freitag in Kücknitz über Ursachen und Folgen der Kinderarmut in Deutschland. Aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit belegen, dass mittlerweile jedes siebte Kind in Armut lebt. Für Lübeck sähen diese Zahlen noch schlimmer aus, hier sei fast jedes dritte Kind von Armut betroffen.

"Kinderarmut ist nichts, was nicht umkehrbar wäre", erklärt Cornelia Möhring. "Armut in Deutschland wird jedoch mittlerweile genauso vererbt wie Reichtum. Wir haben uns an diese Zustände gewöhnt und glauben, dass sie nicht mehr zu ändern seien -  ein fataler Fehler! Hartz IV und die damit verbundene Kinderarmut sind politisch gewollt, sonst wären sie längst abgeschafft", so Cornelia Möhring weiter.

Ein Thema, dass nicht nur in Kücknitz von besonderer Wichtigkeit ist. "Kücknitz ist überall, Hartz IV und seine Auswirkungen bedrohen unsere Gesellschaft insgesamt und treffen vor allem die Schwächsten und zwar Kinder", sagt Ragnar Lüttke, gebürtiger Kücknitzer und Spitzenkandidat zur Bürgerschaftswahl

DIE LINKE in Lübeck hat den Folgen der Kinderarmut schon lange den Kampf angesagt und konkrete Forderungen in ihr Wahlprogramm aufgenommen.
Unterstützung erfährt die Partei dabei  vom Kinderschutzbund, der genau diese Forderungen an die Kommunen stellt: Kostenfreie Freizeit-, Bildungs- und Kulturangebote, kostenfreies Mittagessen in Schulen und anderen Betreuungseinrichtungen, Höchstgrenzen für Ausgaben für Ausflüge, Klassenfahrten und Unterrichtsmaterialen und Förderung der Mobilität finanzschwacher Familien.

"Wenn wir über Kinderarmut reden, meinen wir nicht nur Familien, die SGBII-berechtig sind, sondern auch diejenigen, die knapp über der Anspruchsgrenze liegen. Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft, wenn wir an Kindern sparen, sparen wir an unserer Zukunft!", sagt Katjana Zunft, Spitzenkandidatin der Linken zur Bürgerschaftswahl und selbst Alleinerziehende

DIE LINKE Lübeck wirbt auf ihren Plakaten mit dem Slogan "Deine Stimme für sorgenfreie und glückliche Kinder". 

"Dies ist doppelt zu verstehen: Einerseits haben die Lübecker*innen am sechsten Mai die Verantwortung in der Hand mit ihrer Stimme darüber zu entscheiden, ob soziale und gerechte Politik die kommenden fünf Jahre der Stadt bestimmt, andererseits versteht sich DIE LINKE als genau diese Stimme der Kinder in der Bürgerschaft", so Katjana Zunft weiter. 

Die Ablehnung von und der Kampf gegen Hartz IV seien ein Alleinstellungsmerkmal der Linken, die in ihrem Programm zahlreiche Maßnahmen von der Stärkung Alleinerziehender, über den Ausbau der Kinderbetreuung, bis hin zum Verbot von Strom- und Gassperren fordert. 

 

"Keine der anderen Parteien, erst Recht nicht die Verantwortlichen für die Agenda 2010, bekennen sich zu einer Abschaffung von Harz IV. DIE LINKE hingegen wird sich auch auf kommunaler Ebene mit aller Kraft gegen die sozialen Verwerfungen dieser gescheiterten Reform stellen. Deshalb ist eine starke Linke am 06. Mai wichtig für die Zukunft unserer Stadt", fasst Ragnar Lüttke zusammen.