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20. Dezember 2018

DIE LINKE: Freude über den Kältebus 2.0

Der gestrige Mittwoch wird in Lübeck als wichtiger Meilenstein für alle Menschen ohne Wohnung und Obdach in die Geschichte eingehen und auch als Feiertag für den neugegründeten Verein Obdachlosenhilfe Lübeck e.V. gelten.

Zwei Stunden lange wurde im Sozialausschuss intensiv über die Bedarfe des Vereins zur Unterstützung seiner Arbeit für Menschen in Not diskutiert. Nur wenige Tage nach dem offiziellen Tag des Ehrenamtes, wurde damit endlich auch von Seiten der Verwaltung und der Politik das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger gewürdigt.

 

Ein sehr guter Tag war es auch für die ehrenamtliche Kommunalpolitik: Gemeinsam mit Grünen und Unabhängigen hatte DIE LINKE die Sondersitzung des Sozialausschuss beantragt, der nach zweistündiger Debatte einen einstimmigen Beschluss erzielte: Der Herzenswärmebus wird kommen und ab dem Winter 2019/2022 auf Lübecks Straßen unterwegs sein wird. Bis dahin muss der in Gründung befindliche Verein Obdachlosenhilfe Lübeck e.V. noch die formale Hürde der Eintragung und Anerkennung der Gemeinnützigkeit hinter sich bringen um städtische Mittel empfangen zu dürfen.

 

„Für DIE LINKE ist es großartig, dass wir diesen Erfolg feiern können. So muss Politik - vor allem auf kommunaler Ebene - funktionieren. Alle demokratischen Parteien reden miteinander - sachlich, lösungsorientiert und mit gutem Willen. Dann können wir das Leben der Menschen in unserer Stadt besser machen. Die Politik folgt hier dem Willen der Lübeckerinnen und Lübecker, die seit Beginn der Debatte bereits über 1.100€ für die ehrenamtliche Obdachlosenhilfe gespendet haben", sagt Katjana Zunft, Vorsitzende der Lübecker Linken und Bürgerschaftsmitglied.

 

Der einzige dem dieser Tag nicht in guter Erinnerung bleiben wird ist der zuständige SPD-Senator. Zu deutlich war die Ohrfeige, die sich Sven Schindler vom ebenfalls der SPD angehörendem Ausschussvorsitzenden Ingo Schaffenberg und den Politikerinnen und Politikern aller Fraktionen eingefangen hatte.

 

„Die Entscheidung, ob es einen Kältebus in Lübeck geben wird ist getroffen. Es geht jetzt nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie“, sagte Andreas Müller für DIE LINKE im Sozialausschuss in Richtung des Senators, als dieser erneut versuchte, den Geist und Wortlaut des ersten Kältebus-Beschlusses vom 4.12. dieses Jahres zu relativieren.