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8. März 2018

DIE LINKE: Arbeit muss zum leben reichen!

Sebastian Kai Ising und Ragnar Lüttke sehen im Bericht der Jobcenter die Zementierung des Niedriglohnsektors

Die Lübecker Linke sieht in den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Lübecker Arbeitsmarktes keinen Erfolg, sondern die Zementierung des Niedriglohnbereiches. Nahezu 2/3 der ALG-2 Beziehenden sind in Arbeitsverhältnissen. Dies bedeute, dass ihre Gehälter derart niedrig sind, dass sie nicht zum leben reichen. 

"Den Würgegriff durch die Ämter können und wollen wir nicht als Erfolg verstehen, sondern müssen diesen deutlich kritisieren. Mit der Aufstockung von Gehältern durch das Amt gehen für die Betroffenen soziale Ausgrenzung, Demütigung durch Behörden und die Offenlegung des Privatlebens einher. Diese Praxis muss beendet werden", erklärt Sebastian Kai Ising, Vorsitzender der Lübecker Linken. 

Lübeck liege im Niedriglohnland Schleswig-Holstein zwar noch auf den vorderen Plätzen, jedoch immer noch deutlich unter den Durchschnitt-Brutto der Bundesrepublik. Gleichzeitig leiden Betroffene unter einer verfehlten Kommunalpolitik, die immer mehr soziale Daseinsfürsorge kürze.

"Die verantwortlichen Architekten der Agenda 2010 geben auch auf kommunaler Ebene keine Antworten auf die von ihnen selbst geschaffene soziale Spaltung der Gesellschaft. Immer Mehr Menschen in Lübeck sind von Wohnungslosigkeit bedroht, weil sie durch den Bezug von Sozialleistungen an Mietobergrenzen gebunden sind. Dies ermöglicht Vermietern Menschen in Folge von Mieterhöhungen durch Sanierungsmaßnahmen faktisch zu kündigen. Im abstrusesten Fall bedeutet dies, dass Menschen, die einer regulären, aber unterbezahlten, Arbeit nachgehen ohne eigenes Verschulden ihre Wohnungen verlieren könnten", zeigt sich Ragnar Lüttke, Spitzenkandidat und Mitglied der Bürgerschaft für DIE LINKE verständnislos.

DIE LINKE kämpfe in Bund, Land und Stadt seit Jahren als Einzelkämpfer gegen die Folgen der Agenda 2010 und für ihre Rücknahme. In ihrem Programm stellen die Linken unter dem Motto "Wem gehört die Stadt?" die Frage, was die Stadt als grundlegende und unveräußerliche Daseinsfürsorge für die Menschen, die in ihr leben verstehe.