Zur Zeit wird gefiltert nach: Bürgerschaftsfraktion Lübeck

Detailansicht

25. November 2018

Kältetod: LINKE lädt zu Mahnwache

Sebastian Kai Ising, Vorsitzender der Lübecker Linken fordert ein nachhaltiges Konzept für die Winterbetreuung Obdachloser

Die kalte Jahreszeit bedeutet für immer mehr Menschen eine Bedrohung für Leib und Leben. Überfüllte Wohnheime und mangelnde Versorgung sind trauriger Alltag. Lange ignorierte die Statt laut der Lübecker LINKEN dieses Problem, nun habe es ein Menschenleben gefordert. Deshalb lädt DIE LINKE am kommenden Montag um 18 Uhr zum Gedenken an den Toten Darius ein, möchte aber gleichzeitig auch das Thema Wohnungslosigkeit generell in den Fokus rücken.

 

"Es ist traurig, dass jeder Winter in einem der reichsten Länder der Welt Menschenleben kostet. Noch trauriger ist, dass es immer erst zum äußersten kommen muss, bevor Politik und Öffentlichkeit ein Thema wahrnehmen. Die Wohnungsproblematik in Lübeck hat für immer mehr Menschen das Thema Obdachlosigkeit zum alltäglichen Damoklesschwert werden lasen. Zeit dieses Thema in seiner Gesamtheit endlich politisch zu lösen. Wir werden in der kommenden Bürgerschaftssitzung einen Dringlichkeitsantrag stellen und die Verwaltung auffordern, sich endlich mit den ehrenamtlichen Initiativen in der Obdachlosenhilfe zusammen zu setzen und gemeinsam ein tragfähiges Konzept für die Winterbetreeeung Obdachloser zu erarbeiten", sagt Sebastian Kai Ising, Vorsitzender der Lübecker Linken.

 

Dazu gehöre laut Linken nicht nur die Aufstockung des sozialen Wohnungsbaus, sondern auch die Erhöhung von Übernachtungsplätzen in den jährlich überfüllten Wohnheimen, die Bereitstellung von Wohnheimplätzen für von Obdachlosigkeit bedrohte Frauen, eine Neukonzeptionierung der Drogenpolitik, sowie ein Kältebus-Konzept zum Schutz aller Betroffenen.

 

"Uns liegt die nachhaltige Prävention am Herzen. Der soziale Wohnungsbau muss endlich auf neue Füße gestellt, soziale Betreuungskonzepte auf Herz und Nieren geprüft und das lange totgeschwiegene Thema weibliche Obdachlosigkeit mehr in den Fokus gerückt werden. Wir können die immer stärkeren Auswirkungen der Armut auch in unserer Stadt nicht länger ignorieren. Dies gilt von Wohnungslosigkeit über Stromsperren bis zum Kältetod. Mit unserer Mahnwache wollen wir nicht nur der Opfer gedenken, sondern auch der Politik ein Zeichen setzen nicht länger die Augen zu verschließen", sagt Ragnar Lüttke, Bürgerschaftsmitglied und Fraktionsvorsitzender der Linken.

 

Die Mahnwache beginnt am kommenden Montag um 18 Uhr, Treffpunkt ist der Durchgang zwischen ZOB und Bahnhof.