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2. April 2019

DIE LINKE: Konsequentes Nein zur Beltquerung

Sebastian Kai Ising fordert die Lübecker Politik auf sich an die Seite der Beltretter zu stellen

 

DIE LINKE kritisiert, dass die Lübecker Politik mittlerweile kampflos die Durchführung der Festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ) hinnimmt und vorbereitende Beschlüsse trifft, die auch Auswirkungen auf das Lübecker Stadtbild haben. DIE LINKE in Lübeck, Land und Bund stehe hingegen weiterhin fest an der Seite der Beltretter.

 

"Es erschreckt mit welcher Selbstverständlichkeit die Lübecker Politik mittlerweile Beschlüsse trifft, welche die Durchführung des größten Raubbaus an der Umwelt in Schleswig-Holstein begünstigen, der jemals begangen wurde. Der Widerstand der Beltretter auf allen Ebenen wird schlichtweg zugunsten einer Basta Politik ignoriert. Stattdessen beschließt man lieber willfährig sechs Meter hohe Lärmschutzwände, um den gröbsten Folgen der Belastung zu entgehen", sagt Sebastian Kai Ising, wirtschaftspolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion der Linken.

 

Mit der Durchführung der FFBQ wird in Zukunft der Zugverkehr in Lübeck von bisher rund 170 Zügen am Tag auf über 300 verdoppelt. Im Bauausschuss dieser Woche hatten die Politiker deshalb über vorbereitende Maßnahmen zum Lärmschutz und Streckenumbau zu befinden. DIE LINKE hatte sich als einzige Partei bei der Abstimmung enthalten.

 

"Die Lübecker Politik rennt als Bittsteller zur Deutschen Bahn, um "freiwillige" Leistungen für einen Lärmschutz zu erhalten, der gar nicht nötig wäre, wenn dieselben Politiker vehement bei ihren Bundes- und Landesparteien dafür kämpfen würden dieses Wahnsinnsprojekt zu stoppen. Es wird scheinbar etwas für die Bürger*innen getan, dabei schafft man selbst die Rahmenbedingungen, um die täglichen Belastungen durch den Güterverkehr in Lübeck zu verdoppeln. Es ist traurig, dass weder Verwaltung noch Bürgermeister sich auf die Seite der Beltretter stellen und zumindest versuchen sich dem Irrsinn entgehen zu stellen", so Ising.

 

DIE LINKE stehe weiterhin als einzige Partei konsequent an der Seite der Umweltverbände und begrüße deren Vorstoß das zerstörerische Projekt Beltquerung auf dem Gerichtswege zu stoppen.