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8. Juni 2018

DIE LINKE: Religionshass entschieden entgegen treten

Sebastian Kai Ising, Vorsitzender der Lübecker Linken möchte seine Partei in den aktiven Dialog mit den Kirchen bringen (Foto: Peter Werner)

Mit großer Besorgnis blickt Sebastian Kai Ising, Vorsitzender der Lübecker Linken, auf gesellschaftliche Tendenzen religiöse Zugehörigkeit und Glauben zum Gegenstand rassistischen Denkens und Handelns zu machen.

 

"Ob antisemitische Beschimpfungen auf Schulhöfen und in der Rap-Kultur oder Anti-Islamismus auf der Straße: im Zuge gesellschaftlicher Debatten um den Umfang mit Geflüchteten hat auch der religiös geprägte Rassismus im Alltag stark zugenommen. Ziel einer pluralistischen Gesellschaft muss es jedoch sein, den Spagat zwischen Religionsfreiheit und Toleranz in Wechselseitigkeit zu finden. Dazu gehört sowohl der gelebte Verzicht religiöser Praxis, als auch die Akzeptanz der Lebenswirklichkeit des aktiv religiösen Gegenübers", so Ising.

 

Ising, der selbst keine Glaubensrichtung aktiv lebt, sieht dabei seiner Partei eine besondere Rolle zukommen: "DIE LINKE ist eine nicht-religiöse Partei, keine anti-religiöse Partei. Ihre Aufgabe muss der Dialog und die Versöhnung aller Menschen sein, dies gilt auch für soziale Probleme und Chancen, die aus dem Pluralismus des Glaubens entstehen."

 

Der Umgang mit dem Zuzug der Geflüchteten stelle dabei eine humanistische Frage dar, für deren Beantwortung man die Kirchen als Partner an der Seite der Politik brauche.

Diese seien sowohl ein wesentlicher Träger des moralischen Diskurses, als auch Träger und Organisator der aktiven Integration und Flüchtlingshilfe.

 

"Dabei sind die Kirchen aber natürlich auch in die Pflicht genommen Werte wie Pluralismus, Modernität und Weltoffenheit selbst vorzuleben. Gemeinsam müssen wir Religionshass entschieden entgegentreten und verhindern, dass rechts-extreme Kräfte Religionszugehörigkeit erneut zur Rasse stilisieren wollen", erklärt Sebastian Kai Ising.

 

Der Vorsitzende der Linken erklärt in den kommenden Jahren verstärkt einen Dialog seiner Partei mit kirchlichen Vereinen, Verbänden, Institutionen und Verantwortlichen suchen zu wollen.