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4. August 2016

Fraktion FREIE WÄHLER & DIE LINKE: GAL geht zu weit!

Das „Aktionsbündnis Winterlinden“ hat am gestrigen Tag einen Ortstermin des Behindertenrates an der Untertrave gestört. Verärgert reagiert die Fraktion FREIE WÄHLER & DIE LINKE auf den Vorfall und sieht sich bestätigt darin, dass es dem Bündnis nicht um die Sache, sondern um Eitelkeiten geht.

Fraktionsvize Ragnar Lüttke: „Das geht zu weit. Dem von der GAL dominierten Bündnis scheint jedes Mittel recht, um Stimmung zu machen. Bürgerbegehren sind eigentlich kein Spielplatz für Eitelkeiten.

Wenn sich ehreamtliche Behindertenvertreter ansehen, wie die Stadt durch den Umbau der Untertrave eine Aufwertung der Lebensverhältnisse für die Menschen in Lübeck erreichen will, dann darf man als sozialkompetenter Mensch einen solchen Termin nicht stören.

Offenbar scheint der GAL und ihren Freunden das Wohl einiger Bäume wichtiger zu sein, als die Interessen von Menschen mit eingeschränkter Mobilität und deren vollständige Inklusion in das städtische Leben, wie sie durch die neue barrierefreie Promenade gefördert werden wird.

Schon bei der Vorstellung der Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung wurde im Bauausschuss versucht, dem Leiter des Projekts in den Mund zu legen, dass die Kinder für den Erhalt der Linden seien. Dieser parierte den Versuch geschickt und berichtete, dass den Kindern Bäume wichtig seien, die Baumart aber kein große Rolle im Beteiligungsprozess gespielt hätte.

Beide Ereignisse zeigen eindeutig, offenbar ist jedes Mittel zur Selbstdarstellung recht. Auf Menschen wird keine Rücksicht genommen. Es geht nur um die eigene Eitelkeit.“

Der Fraktionsvorsitzende Bruno Böhm ist besorgt, dass das Verhalten des Aktionsbündnisses dem Anliegen einer baumfreundlichen Stadt eher schadet:

„Es muss klar sein, wer für den vollständigen Erhalt der Linden stimmt, stimmt auch gegen den Umbau der Untertrave. Deswegen versucht unsere Fraktion von Anfang an einen Kompromiss zu erreichen, der Menschen und Bäume nicht gegeneinander ausspielt.

Wir wollen den Umbau der Untertrave, der für die Menschen dieser Stadt eine Aufwertung der Lebensverhältnisse bedeutet. Und wir möchten, dass damit einhergeht, den Baumbestand so gut es geht zu erhalten. Unsere kompromisswillige Haltung trägt erste Früchte. Bausenator Boden hat angeboten, auf die Perlschnurrbäume zu verzichten und stattdessen ungiftige und essbare Bäume zu pflanzen. Vielleicht lässt sich, wenn die GAL und ihre Freunde den Diskussionsprozess nicht weiter sabotieren, noch mehr durchsetzen. Zum Beispiel Ausgleichsflächen mit Obstbäumen.“