Detailansicht

12. November 2016

DIE LINKE lehnt Kürzungen beim Theater und Jugendhilfe ab

Das Lübecker Theater gehört zu den Dingen die in Lübeck richtig gut laufen. Das Theater Lübeck hat hohes internationales Ansehen, ist preisgekrönt und hat in den letzten Jahren eine fast hundertprozentige Auslastung. Dennoch schlägt der Bürgermeister Saxe vor, genau hier zu sparen und zwar auf Kosten der erfolgreichen Mitarbeiter. Diese sollen gezwungen werden, in einen niedrigeren Haustarifvertrag einzuwilligen.

"Wir lehnen das komplett ab!" sagt Katjana Zunft kulturpolitische Sprecherin und Vorsitzende der LINKEN Lübeck "Die herausragende Leistungen des Lübecker Theaters und seinen Mitarbeitern damit zu bestrafen, ihre ohnehin schon niedrigen Gehälter zu kürzen, ist für uns indiskutabel. Damit würde man dem Theater - als kulturellem Leuchtturm schwer schaden." so Katjana Zunft weiter.

Auch Kürzungen bei der Jugendhilfe sind für die LINKEN ein Unding. Die Stadt will Stellen streichen und die Jugendpolitische Bildung kürzen.

"Jugendhilfe ist auch Prävention, Einsparungen in diesem Bereich rächen sich mit enormen Mehrkosten," stellt Ragnar Lüttke Mitglied der Bürgerschaft DIE LINKE klar. "Grade die Jugendhilfe sollte gestärkt und ausgebaut werden, statt dort eine noch höhere Belastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erzwingen.

Die Fraktion Freie Wähler & DIE LINKE hat konkrete Vorschläge, wie der Bürgermeister seine Millionen zusammen bekommen kann, ohne bei Kultur und Jugendhilfe zu sparen: Die Wiedereinführung der Bettensteuer, bzw Kulturabgabe.

"Die Abgabe wird wie in anderen Städten auch von den Gästen der Stadt und nicht von den Bürgerinnen und Bürgern und den Gewerbetreibenden bezahlt. Der Kulturhaushalt der Stadt würde entlastet werden und zudem würde die Kurtaxe in Travemünde wegfallen und der Strand wäre kostenlos – den die verhasste Strandbenutzungsgebühr fällt weg. So könnten endlich mal auch die Lübecker vom Sparen profitieren," erklärt Ragnar Lüttke.

"Wenn der Bürgermeister effizient sparen will, soll er sich doch bitte mal die Gehälter der städtischen Geschäftsführer vornehmen und dort Personalkosten einsparen." fordert Katjana Zunft "Ich sehe dort vielmehr Handlungsmöglichkeit, als bei einem Musiker des Orchester oder einer Kostümschneiderin das Gehalt zu kürzen."