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15. November 2017

DIE LINKE: Wohnen ist Grundrecht!

Sebastian Kai Ising zeigt sich solidarisch mit den Mieterinnen und Mietern in Moisling

Mit Unverständnis nimmt die Lübecker LINKE die aktuellen Nachrichten auf, dass den Mieterinnen und Mietern in Moisling, die über zu geringe Einkommen verfügen oder auf Leistungen der Stadt angewiesen sind, die Wohnungslosigkeit droht, da die Mieten nach einer umfassenden Sanierung die Mietobergenzen der Stadt übersteigt.

Den zum Teil langjährigen Mieterinnen und Mieter droht nun die Obdachlosigkeit, da sie derzeit keinen angemessenen Wohnraum finden.

„Die Situation ist unerträglich und noch unerträglicher ist die Haltung von Politik und Verwaltung. Bereits seit fünf Jahren haben wir in der Bürgerschaft vor der jetzigen Situation gewarnt. Die Verantwortlichen müssen endlich zugeben, dass wir eine akute Wohnungskrise in Lübeck haben und es müssen schnellstmöglich Konzepte umgesetzt werden, um dem entgegen zu wirken. Es kann und darf nicht sein, dass Menschen nur aufgrund der Profitinteressen von Wohnungsbaufirmen aus ihren langjährigen Mietverhältnissen gedrängt werden“, zeigt sich Ragnar Lüttke, Bürgerschaftsabgeordneter der Lübecker LINKEN verärgert.

Bereits seit Ende 2015 wissen Politik, Verwaltung und die Träger der sozialen Sicherung über die Situation in Moisling Bescheid und bleiben dennoch untätig. Diese Untätigkeit ist nach Ansicht der LINKEN eine Ignoranz gegenüber der Notsituation dieser Lübecker Mieterinnen und Mieter.

Sebastian Kai Ising, Vorsitzender der Lübecker LINKEN ist bestürzt: „Anstatt das die Verantwortlichen für Sicherheit sorgen, tragen sie zur Verunsicherung bei. Der Praxis der Ämter und Wohnungsbaufirmen muss ein Riegel vorgeschoben werden. Wohnen ist ein Grundrecht, deshalb fordern wir seit Langem eine Anpassung der Mietobergrenzen, die an den realen Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet ist. Die Politik und Verwaltung müssen hier schnellstmöglich reagieren und dürfen nicht länger nach dem Prinzip der drei Affen vorgehen: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“, so Ising.

Bereits im vergangenen Mai hatte die LINKE sich mit Infoständen in Moisling mit den Anwohnerinnen und Anwohnern solidarisch erklärt.

„Die Stadt gehört den Menschen und nicht den Wohnungsbaufirmen. DIE LINKE bleibt die einzige Partei in Lübeck, die solidarisch an der Seite der Mieterinnen und Mietern steht und wir werden dieses Thema auch zum Hauptthema im Kommunalwahlkampf machen, um die Menschen nicht allein zu lassen und eine Situation wie in Moisling in anderen Stadtteilen wie beispielsweise St. Lorenz und Kücknitz zu verhindern“, macht Ragnar Lüttke deutlich.