Detailansicht

17. Januar 2018

DIE LINKE. trauert um Walter Hähnel

Am vergangenen Dienstag verstarb das langjährige Mitglied der Lübecker Linken, Walter Hähnel im Alter von 104 Jahren. „Die Linke trauert um einen verdienten Genossen, der ein Stück Zeitgeschichte verkörperte“, sagt Sebastian Ising, Vorsitzender der Lübecker LINKEN.

Walter Hähnel wurde noch zu Zeiten Kaiser Willhelms in Hamburg-Bergedorf geboren und war seit mehr als zwei Jahrzehnten Wahl-Lübecker. Während der Nazi-Diktatur unterhielt Hähnel Kontakt zum Widerstand im Untergrund und saß deshalb in Haft. Hähnel war sein ganzes Leben politisch aktiv und seit vielen Jahren Mitglied der Linkspartei. Beruflich bildete der Verstorbene viele Generationen an Präparatoren aus und war international als solcher aktiv. Im Nordosten Mexikos entdeckte er den bisher größten bekannten Dinosaurier.

„Walter Hähnel hat zwei Weltkriege überlebt und aktiv gegen den Nationalsozialismus gekämpft. Walter war uns mit kritischer Stimme und seiner Mahnung an die Geschichte stets ein Vorbild, das wir gerade in diesen bewegten Zeiten, in denen neue Gefahr von Rechts droht, vermissen werden“, gedenkt Katjana Zunft, Vorsitzende der Lübecker Linken dem Verstorbenen.

Ragnar Lüttke, Mitglied der Bürgerschaft für die Linke: „Wir werden uns bemühen, dass die Hansestadt Lübeck und mit ihr die Bürgerschaft Walter Hähnels Lebenswerk angemessen würdigt. In Zeiten, in denen Rechts-Extremisten wieder offen auftreten, braucht es das aktive Gedenken an Vorbilder“.