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25. April 2018

DIE LINKE: Energiebeirat für Energieversorgung in Bürgerhand

Sebastian Kai Ising und Sascha Luetkens fordern eine nachhaltige Energieversorgung in Bürgerhand

IDIE LINKE fordert im Rahmen ihres Programms "Wem gehört die Stadt?" die Einrichtung eines an Bürgerschaft und Verwaltung angeschlossenen Energiebeirates, um Initiativen von Vereinen und Verbänden für nachhaltige kommunale Energieversorgung zu bündeln.

"Der sozial-ökologische Wandel ist eine der zentralen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft und beginnt vor Ort. Bisher ist von einer modernen Energiepolitik in Lübeck jedoch keine Spur. Die Energieversorgung arbeitet gewinnorientiert und damit in Interesse von Investoren. Damit bleiben nicht nur Potential, Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf der Strecke, sondern auch das große Engagement vieler Vereine und Verbände, die neue Ansätze und Projekte in der Energiepolitik voranbringen wollen", sagt Sascha Luetkens, Kandidat der Linken auf Platz vier für die Kommunalwahl am 06. Mai.

DIE LINKE verstehe eine umweltgerechte und nachhaltige Energiepolitik als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und Verantwortung, die nicht länger Sparzwängen oder Investoren-Interessen unterworfen sein dürfe. "Kommunale Energieversorgung gehört in öffentliche und damit Bürgerhand. Dabei verstehen wir die Rekommunalisierung der Energieversorgung als dringlichste Aufgabe. Wir wollen einen Prozess anstoßen, der Bürgerbeteiligung als zentrales Element des sozial-ökologischen Wandels versteht. Deshalb werden wir nach der Wahl die Einrichtung eines Energiebeirates vorantreiben, der als zentrale Beteiligungsstelle Vereine, Initiativen, Politik und Verwaltung zusammenbringt um gemeinsam ein soziales und nachhaltiges Gesamt-Konzept für Lübecks Energiepolitik aufzustellen", so Sebastian Kai Ising, Vorsitzender der Lübecker Linken und Kandidat seiner Partei in St. Lorenz Süd.

Gleichzeitig habe die Partei konkrete Vorschläge, um die Idee einer klimaneutralen Stadt für alle voranzubringen. Wichtige Punkte des linken Programms seien hierbei die Reduzierung des Individualverkehrs durch einen langfristig kostenfreien Nahverkehr und die Schaffung von Anreizen für Fahrradfahrer und Fußgänger. Wichtig seie ebenso die nachhaltig geplante Verteilung von Wohnraum im Stadtgebiet mit dem Ziel weitere Flächenverdichtung zu vermeiden, ohne den Bau notwendigen Wohnraums zu vernachlässigen. Die Linken wollen zudem Konzepte des Stadtgärtnerns und urban gardening vorantreiben, um urbanen Raum ökologisch nutzbar zu machen.

"Eine Stadt für alle muss Umwelt- und Klimaschutz vor Ort Hand in Hand mit den Bürger*innen gestalten und umsetzen und darf sich dabei nicht von Sparzwängen oder profitorientierten Investoren leiten lassen. Eine Stimme für DIE LINKE am 06. Mai ist eine Stimme für ein friedliches und solidarisches Leben für alle", erklären Luetkens und Ising gemeinsam.